
Salih.
Mit Takt im Kopf.
Ich mache Musik, schreibe und habe selten nur eine Idee auf einmal. ArtBeatFeastVerse ist mein Platz dafür. Mit Rebecca ist daraus unsere gemeinsame Welt geworden.
Salih kennenlernen ↓Istanbul, Berlin.
Und mein eigener Takt.
Ich wurde im April 1984 in Istanbul geboren und kam 1996 nach Berlin. Zwei Städte, unterschiedliche Erfahrungen und jede Menge Eindrücke, die bis heute in meinen Geschichten und meiner Musik auftauchen. Mein Weg war nicht besonders gerade. Umso wichtiger wurde es für mich, etwas Eigenes daraus zu machen.
In Berlin fand ich bei der KMA e. V. einen Zugang zum Schlagzeug. Rhythmus gab mir eine Möglichkeit, Dinge auszudrücken, für die ich nicht sofort die richtigen Worte hatte. Dazu kam das Schreiben: beobachten, Fragen stellen und versuchen zu verstehen, was um mich herum passiert.
Mein Grundschullehrer Veli Zayim hat mich früh geprägt. Von ihm blieb unter anderem die Frage, was Lernen und Lehren unterscheidet. Heute, beim Schreiben und Weitergeben von Erfahrungen, denke ich oft daran. Wissen soll für mich nicht einfach im eigenen Kopf liegen bleiben.
Seit 2006 bin ich selbstständig. Ich bin auch Unternehmer, Gründer und Geschäftsführer. Hier bei ArtBeatFeastVerse geht es vor allem um meine künstlerische Seite: Musik machen, Geschichten erzählen, Bilder und Gedanken miteinander verbinden. Wer meinen unternehmerischen Alltag kennenlernen möchte, findet ihn auf salihdaglar.de.
Ein Genre?
Wird mir zu eng.
Ich komme vom Rhythmus und höre gern über die eigene Richtung hinaus. Jazz und experimentelle Stücke stehen deshalb neben Lo-Fi, elektronischen Beats, Trap, Rock und Metal. Manche Ideen brauchen Ruhe. Andere dürfen ordentlich scheppern.
Alben sind für mich Räume, in denen ich einen Gedanken länger verfolgen kann. Bei Istanbul: Before Twelve geht es zurück zu meinen frühen Jahren. Der zwölfte Stuhl verbindet Musik und gedankliche Auseinandersetzung. Und die beiden Augen-Alben gehören als Duett zusammen: Klarheit und Fragen, nebeneinander.
Du musst die Hintergründe nicht vorher studieren. Hör erst einmal rein. Wenn dich etwas packt, findest du auf den Albumseiten die Titel, Geschichten und vorhandenen Hörmöglichkeiten.
In den MusikkatalogViele Namen.
Alles Teil davon.
Die Identitäten geben unterschiedlichen Ideen ihren eigenen Platz. Es muss nicht jeder Track dieselben Schuhe tragen.
ArtBeatFeastVerse ↗
Ein Universum. Keine Schublade.
Salih Daglar ↗
Schlagzeug im Bauch. Geschichten im Kopf.
Schmutzwerk ↗
Berlin hat auch eine raue Seite.
Anatolian 808 ↗
Bağlama im Herzen. 808 im Bauch.
Archiv Villain ↗
Staub gehört zum Sound.
Der Unzeitgemässe ↗
Bücher aufdrehen.
Manipulative Love Machines ↗
Eva. Salih. Und die Maschinen dazwischen.
Nada Wave ↗
Hinhören statt weiterwischen.
VDØVA ↗
Ein Avatar mit kalter Oberfläche.
Kali & Nergal ↗
Wenn ein Ritual auf eine Maschine trifft.
Throatwave ↗
Die Stimme ist das erste Instrument.
Manchmal wird
aus dem Takt ein Text.
Musik und Sprache hängen für mich zusammen. Ein Satz hat einen Rhythmus, eine Pause verändert seine Wirkung, und manchmal braucht es viele Zeilen, bis ein Gedanke endlich stimmt. Deshalb schreibe ich neben der Musik auch Bücher und Geschichten.
Mich beschäftigen Freiheit, eigene Entscheidungen, Wahrnehmung und die Frage, wie wir mit unserem Wissen umgehen. In der Literatur kommt eine andere Art von Genauigkeit dazu: lesen, nachdenken und nicht jeden schönen Satz gleich für eine Antwort halten. Meine Projekte zu Rumi und Kafka gehören ebenso in diese Welt wie die Geschichten hinter den Alben.
Auch die bildende Kunst ist Teil davon. Mit Ecce Homo8 gibt es eine eigene Reihe aus acht Acrylbildern von mir. Rebeccas Malerei bringt zusätzlich ihr Handwerk, ihre Erfahrung und eine weitere Perspektive hinein. Wir machen unterschiedliche Dinge – und mögen gerade das daran.
Musik hören.
Zusammen losziehen.
Unterwegs, bei Musik und am Tisch. Unsere eigenen Fotos – anklicken und größer ansehen.
Mein Universum.
Unser Platz.
Ich habe ArtBeatFeastVerse gegründet, um meine Musik, meine Texte und meine Ideen zusammenzubringen. Rebecca ist als meine Lebenspartnerin mit ihrer Kunst dazugekommen. Art, Beat, Feast und Verse beschreiben für mich, wie das zusammengehört.
Feast ist dabei mehr als Essen. Es heißt, andere Kulturen kennenzulernen, Erfahrungen zu teilen und zusammen Zeit zu verbringen. Ein Konzertabend, ein gutes Gespräch am Tisch oder eine Reise können genauso etwas in Bewegung bringen wie eine Stunde am Instrument.
Hier soll Platz bleiben: für ernsthafte Gedanken, für schräge Ideen und für Dinge, die einfach Spaß machen. Du kannst dir ein Album aussuchen, ein Bild ansehen oder weiterlesen. Und wenn du uns etwas fragen möchtest, geht das natürlich auch.
Karneval der Kulturen.
Berlin, 2005.
Musik gehört schon lange zu meinem Leben. Diese Bilder zeigen unsere Gruppe mit Groove e. V. beim Karneval der Kulturen 2005. Ein gemeinsamer Moment, ein Preis in den Händen – und ziemlich viele glückliche Gesichter.